Ein wirklich großer Freund der Hitze bin ich nicht. Ganz im Gegenteil – sie widerstrebt mir mit jeder Faser meines Körpers. 

Bin ich völlig ehrlich, so muss ich gestehen, dass ich den Sommer einfach nicht leiden kann. Und ich meine das todernst. Von allen Jahreszeiten, ereilen mich die heissen Monate immer am Ungebetensten. 

Im Gegensatz zu manch anderem Zeitgenossen, werde ich mir dieser Tatsache aber nicht erst an den Hundstagen gewahr. Ich bin keiner jener, die im Jänner nach der warmen Sonne jammern und diese um den Monatswechsel Juli/August verdammen. Mir wird schon zu Weihnachten beim Gedanken an Sommer, Sonne und Hitze wahrhaftig schlecht.

Ich bin auch nicht der eingefleischteste Winterfan. Aber ich halte es bei eisigen Minusgraden um ein Vielfaches einfacher aus, als in der Hitze des Sommers zu verglühen. 

Ganz ehrlich: Am allerwohlsten fühle ich mich, wenn die herbstlich-trüben Tage des Oktobers und des Novembers über die Natur hereinbrechen. Ich liebe es, wenn die kühle Frische mich berührt und dichte Nebelschwaden die Welt einerseits verdunkeln, andererseits jedoch zugleich mein Wesen und meinen Geist erleuchten.

Halten sie mich für einen Spinner, aber das gleissende Licht der prallen Sonne im Juli verursacht mir Melancholie. Wenn die Welt nur grell und konturlos vor mir liegt, erlischt in mir jede schöpferische Kraft. Und die brütende Hitze erstickt jede Motiviaten, jede Kreativität bereits im Keim.

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11. August 2018 0
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