Nach einer
in den letzten Wochen durchgeführten Umfrage unter den europäischen Bürgern,
bemüht sich die Führungsspitze des EU-Parlaments im Augenblick intensiv darum,
die Abschaffung der Zeitumstellung durchzusetzen.

Für alle
jene, denen es bislang entgangen ist: Wir alle, wie wir hier sitzen, stellen,
seitdem wir denken können, unsere Uhren Ende März um eine Stunde vor und Ende
Oktober selbige wieder eine Stunde zurück. Zugegebenermaßen ein sehr
unkomfortabler Brauch. Auch ich würde eine Abschaffung dieser Handhabe zutiefst
unterstützen.

Die Bürger
der EU haben sich jedoch dafür ausgesprochen, die Sommerzeit beizubehalten. Für
mich stellt diese Idee einen völligen Irrsinn da. Nicht zuletzt deswegen, weil
es sich bei der sogenannten Winterzeit erwiesenermaßen um die Normalzeit
handelt.

Wahrscheinlich
haben sich jene, die sich für die Beibehaltung der Sommerzeit stark gemacht
haben, eine idyllische Szenerie vor Augen, in der man auch im Dezember länger
das wohlige Sonnenlicht auf der heimischen Terrasse genießen kann. Viel Spaß
wünsche ich dabei bei lauschigen Grillfesten unterhalb der Null-Grad-Marke!

Im Gegenzug
bedaure ich es, bei gleissendem Sonnenlicht um 17 Uhr durch den winterlichen
Weihnachtsmarkt flanieren zu müssen. Gott sei Dank gleicht sich dieses Manko
dadurch aus, dass es am nächsten Tag dann erst um halb zehn Uhr vormittags
wieder hell wird. Diesen Unsinn scheint man bei der Planung der
Gesetzesänderung nicht bedacht zu haben. Aber freut mich zu sehen, wie die
Sommertrotteln dann im Jänner bis halb sechs Uhr abends am See sitzen können.

Die
EU-Verantwortlichen begründen diesen Schritt im Übrigen damit, dass Arbeitnehmer
bei Beibehaltung der Sommerzeit auch noch bei Helligkeit nach Hause kommen
können. Das ist schön. Im Prinzip. Angesichts der Reformierung der Arbeitszeit
unserer österreichischen Regierung bezweifel ich aber, ob Arbeiter hierzulande
überhaupt im Sommer noch etwas vom Tag haben. Just my two cents in diesem
Zusammenhang.

Aber, wie so
oft, sei auch an dieser Stelle festgehalten, dass es überhaupt nix bringt, zu
jammern. Die Mühlen drehen sich und es kommt ohnehin so, wie sich das die EU
vorstellt. Auch, wenn man dort betont, dass das Volk es so wolle und man sich
dem zu fügen hat. Schöne Worte, zweifelsohne, jedoch auch ebenso leer.

Category:   Der Nachrichtenzirkel
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